Geschichte
Das Dolomitental mit Namen
Villnöß zweigt zwischen Brixen und Klausen nach Osten ab. Auf der vorgelagerten Kuppe oberhalb des Tales thront Gufidaun mit der Burg Summersberg. Der Baukomplex geht auf einen Viereckturm aus dem Jahr 1270 zurück. Ansonsten vermittelt die Anlage einen guten Eindruck auf das spätmittelalterliche Gerichtsgefängnis, wobei Erinnerungen an die Wiedertäuferprozesse wach werden. Besuchenswert ist in Gufidaun auch das Dorfmuseum mit vielen, inzwischen oft in Vergessenheit geratenen, bäuerlichen Geräten. Überhaupt ist dieses Museum vor allem volkskulturellen Relikten gewidmet.

Die Straße unten im Tal führt anfangs durch eine tiefe Schlucht und ist deshalb auch an gewissen Stellen eher eng. Felswände aus Porphyr oder Quarzphyllit begleiten den Autofahrer. Erst nach St. Peter öffnet sich das Tal; es wird breit, und im Hintergrund grüßen die weißen Kalkfelsen der Dolomiten: die Aferer Geisler im Nordosten und die Geislerspitzen im Südosten. Und es gibt da noch die Kleine und Große Fermeda, die Mittagsscharte, den Saß Rigais, die Furchetta oder den Kampiller Turm und, und, und.
St. Peter ist der Hauptort des Tales mit den Fraktionen Teis - der Name ist berühmt geworden wegen der Fundstelle der "Teiser Kugeln", Amethyst-Quarz-Minerale,- mit den Weilern Nafen und den Fraktionen St. Valentin und St. Jakob. Die letzte größere Ortschaft heißt St. Magdalena.
Villnöß hat wohl wegen eines Mannes einen hohen Bekanntheitsgrad in der ganzen Welt erreicht: Hier verbrachte Reinhold Messner seine Kindheit und Jugend; hier in Villnöß, eigentlich Pitzack, wo er winters mit seiner Familie wohnte, und die Sommermonate in St. Magdalena bei seinen Großeltern oder auf der Alm von Gschmagenhardt verbrachte - hier erlernte er seine ersten Kletterkünste, der Saß Rigais steht am Anfang einer lebenslangen Leidenschaft, die ihn hinaufzog zu den Achttausendern der Welt.





